Allgemeine Geschäftsbedingungen
für Coaching-, Trainings- und Beratungsleistungen der LACOBE GmbH
LACOBE GmbH · Im Dubben 35 · 31789 Hameln · Tel. +49 5151 996 1413 · kontakt@lacobe.de · www.lacobe.de
Geschäftsführer: Prof. Dr. Volkmar Langer · Amtsgericht Hannover HRB 216281 · USt-IdNr. DE316307036
Stand: 15. Oktober 2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Coaching, Training, Workshops, Seminare, Vorträge, Potenzialanalysen und Beratung (nachfolgend „Leistungen“) zwischen der LACOBE GmbH (nachfolgend „LACOBE“) und ihren Auftraggebern.
1.2 Die Leistungen von LACOBE richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Buchungen durch Verbraucher im Sinne des § 13 BGB nimmt LACOBE nicht an. Mit der Beauftragung bestätigt der Auftraggeber, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.
1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn LACOBE ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
1.4 Individuelle Vereinbarungen, insbesondere im Angebot oder in der Auftragsbestätigung, haben Vorrang vor diesen AGB.
2. Angebot und Vertragsschluss
2.1 Angebote von LACOBE sind 30 Tage ab Angebotsdatum verbindlich, soweit im Angebot nichts anderes angegeben ist.
2.2 Der Vertrag kommt zustande, wenn der Auftraggeber das Angebot innerhalb dieser Frist in Textform (z. B. per E-Mail) annimmt. Nimmt der Auftraggeber verspätet oder mit Änderungen an, kommt der Vertrag erst mit einer Auftragsbestätigung von LACOBE in Textform zustande.
2.3 Inhalt und Umfang der Leistungen ergeben sich aus dem Angebot, ergänzenden Konzepten und diesen AGB.
2.4 Termine, die LACOBE auf Anfrage des Auftraggebers vorschlägt, hält LACOBE 14 Tage reserviert. Bestätigt der Auftraggeber innerhalb dieser Frist nicht, entfällt die Reservierung.
3. Art der Leistung
3.1 LACOBE erbringt Dienstleistungen im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Geschuldet ist die fachgerechte Durchführung der vereinbarten Leistungen, nicht ein bestimmter Erfolg wie eine bestimmte Verhaltensänderung oder ein wirtschaftliches Ergebnis. Coaching und Training setzen die aktive Mitwirkung der Teilnehmenden voraus.
3.2 Coaching ist keine Psychotherapie und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Zeigt sich im Verlauf ein entsprechender Bedarf, weist LACOBE darauf hin.
3.3 Die Leistungen werden in Präsenz oder online (z. B. per Microsoft Teams) erbracht, wie im Angebot vereinbart. Bei Online-Formaten sorgen Auftraggeber und Teilnehmende für eine funktionsfähige technische Ausstattung und eine ungestörte Umgebung.
3.4 LACOBE erbringt die Leistungen durch die im Angebot benannten Personen. Ein Wechsel der eingesetzten Person erfolgt nur mit Zustimmung des Auftraggebers. Fällt die benannte Person durch Krankheit oder andere nicht vorhersehbare Gründe aus, vereinbaren die Parteien einen Ersatztermin, in der Regel innerhalb von drei Monaten. Kommt in dieser Zeit kein für den Auftraggeber zumutbarer Ersatztermin zustande, kann der Auftraggeber vom betroffenen Teil des Vertrags zurücktreten; bereits gezahlte Vergütung für diesen Teil erstattet LACOBE. Weitergehende Ansprüche sind in diesem Fall ausgeschlossen, soweit LACOBE den Ausfall nicht zu vertreten hat; Ziffer 13 bleibt unberührt.
3.5 LACOBE ist berechtigt, auch für andere Auftraggeber tätig zu werden, einschließlich Wettbewerbern des Auftraggebers.
3.6 Die Parteien können einvernehmlich vereinbaren, Präsenztermine ganz oder teilweise online durchzuführen, insbesondere wenn ein Präsenztermin aus Gründen, die keine Partei zu vertreten hat, nicht stattfinden kann. Die vereinbarte Vergütung bleibt davon unberührt; ersparte Reisekosten werden nicht berechnet.
4. Mitwirkung des Auftraggebers
4.1 Der Auftraggeber stellt für Präsenzveranstaltungen geeignete Räume und die vereinbarte technische Ausstattung bereit. LACOBE teilt den Bedarf rechtzeitig vor Beginn mit.
4.2 Der Auftraggeber stellt LACOBE die für die Leistung erforderlichen Informationen rechtzeitig zur Verfügung und stellt die Teilnehmenden für die vereinbarten Termine frei.
4.3 Änderungswünsche zum vereinbarten Leistungsumfang teilen sich die Parteien in Textform mit. Änderungen werden erst mit Bestätigung in Textform verbindlich; Auswirkungen auf Vergütung und Termine werden dabei festgelegt.
5. Vertraulichkeit
5.1 Die Parteien behandeln alle nicht öffentlich bekannten Informationen über die jeweils andere Partei, die ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt werden, vertraulich. Diese Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus.
5.2 Inhalte aus Einzelcoachings und vertraulichen Gesprächen mit Teilnehmenden gibt LACOBE nicht an den Auftraggeber weiter. Dies gilt auch dann, wenn der Auftraggeber das Coaching bezahlt. Der Auftraggeber erhält auf Wunsch Informationen über den organisatorischen Verlauf (z. B. wahrgenommene Termine) sowie über Ziele und Ergebnisse, die die Teilnehmenden zur Weitergabe freigegeben haben.
5.3 Die Vertraulichkeit nach 5.2 endet nur, soweit eine gesetzliche Offenbarungspflicht besteht oder eine erhebliche Gefahr für Leib oder Leben abzuwenden ist.
6. Potenzialanalysen und Diagnostik
6.1 Setzt LACOBE Analyseverfahren ein, insbesondere Verfahren der DNLA GmbH, gelten ergänzend die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters, die LACOBE dem Auftraggeber mit dem Angebot übermittelt. Die Teilnahme ist für die Teilnehmenden freiwillig.
6.2 Die Einzelergebnisse stehen der jeweiligen teilnehmenden Person zu und werden in einem persönlichen Auswertungsgespräch erläutert. Der Auftraggeber erhält Einzelergebnisse nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Person in Textform. Gruppenauswertungen erhält der Auftraggeber in anonymisierter Form, sofern die Gruppe groß genug ist, um Rückschlüsse auf Einzelne auszuschließen.
6.3 Analyseergebnisse sind Momentaufnahmen und dienen der Entwicklung, nicht der Personalauswahl oder Leistungsbeurteilung, sofern dies nicht ausdrücklich und unter Beachtung der arbeits- und datenschutzrechtlichen Vorgaben gesondert vereinbart ist.
7. Datenschutz, Aufzeichnungen und digitale Werkzeuge
7.1 LACOBE verarbeitet personenbezogene Daten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Einzelheiten enthält die Datenschutzerklärung unter https://lacobe.de/datenschutz/.
7.2 Soweit LACOBE personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Soweit LACOBE im Coaching oder in der Diagnostik eigenverantwortlich handelt, informiert LACOBE die Teilnehmenden selbst über die Datenverarbeitung.
7.3 Ton- oder Bildaufzeichnungen von Gesprächen, Coachings oder Workshops sowie deren Transkription erfolgen nur mit vorheriger Einwilligung aller Beteiligten. Die Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden.
7.4 LACOBE kann für Vorbereitung, Dokumentation und Auswertung digitale Werkzeuge einschließlich KI-gestützter Anwendungen einsetzen. Personenbezogene und vertrauliche Daten werden dabei nur in Anwendungen verarbeitet, für die angemessene vertragliche und technische Schutzmaßnahmen bestehen.
7.5 Daten, die keiner gesetzlichen Aufbewahrungspflicht unterliegen, löscht LACOBE, sobald sie für den vereinbarten Zweck nicht mehr erforderlich sind.
8. Vergütung, Reisekosten und Zahlung
8.1 Die Vergütung richtet sich nach dem Angebot. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
8.2 Festpreise werden nach Erbringung der jeweiligen Leistung oder des jeweiligen Moduls berechnet, Leistungen nach Aufwand monatlich, soweit nichts anderes vereinbart ist. Aufwandsschätzungen sind unverbindlich; zeichnet sich eine Überschreitung um mehr als 10 % ab, informiert LACOBE den Auftraggeber vorher.
8.3 Reisekosten werden zusätzlich berechnet: Fahrten mit dem Pkw mit 1,00 € je Kilometer ab Geschäftssitz von LACOBE, alternativ Bahnfahrten 1. Klasse oder Flüge einschließlich Taxi- oder ÖPNV-Kosten, Übernachtungen nach Aufwand. Bucht der Auftraggeber die Unterkunft selbst, trägt er die Kosten unmittelbar.
8.4 Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen (§§ 286, 288 BGB).
9. Absage und Verschiebung durch den Auftraggeber
9.1 Absagen und Verschiebungen sind in Textform zu erklären. Maßgeblich ist der Zugang bei LACOBE.
9.2 Für Workshops, Trainings, Seminare und Vorträge gilt:
- bis 29 Tage vor dem Termin: kostenfrei
- 28 bis 15 Tage vor dem Termin: 50 % der vereinbarten Vergütung für diesen Termin
- ab 14 Tagen vor dem Termin: 100 % der vereinbarten Vergütung für diesen Termin
9.3 Für Einzelcoachings, auch online, gilt: Absagen bis 48 Stunden vor dem Termin sind kostenfrei, danach wird die Vergütung für den Termin fällig. Ein Ersatztermin wird angeboten, soweit dies organisatorisch möglich ist.
9.4 Eine Verschiebung auf einen neuen Termin innerhalb von drei Monaten ist bis 15 Tage vor dem ursprünglichen Termin einmalig kostenfrei möglich.
9.5 Bereits entstandene, nicht erstattungsfähige Kosten, etwa für Reise, Unterkunft oder speziell erstellte Teilnehmermaterialien, trägt der Auftraggeber zusätzlich.
9.6 Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass LACOBE kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist oder dass LACOBE Aufwendungen erspart hat. LACOBE lässt sich ersparte Aufwendungen und anderweitigen Erwerb anrechnen.
9.7 Statt einer Absage kann der Auftraggeber bis zum Vortag eine Ersatzperson benennen.
10. Laufzeit und Kündigung
10.1 Verträge über einzelne Leistungen oder Projekte enden mit deren Erbringung.
10.2 Verträge mit einer festen Laufzeit, etwa Coaching- oder Entwicklungsprogramme, können von beiden Seiten mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende ordentlich gekündigt werden, soweit im Angebot nichts anderes vereinbart ist. Bereits erbrachte Leistungen und fest vereinbarte Termine innerhalb der Kündigungsfrist werden vergütet.
10.3 Das Recht des Auftraggebers zur Kündigung nach § 627 BGB bleibt unberührt. Kündigt der Auftraggeber auf dieser Grundlage, vergütet er die bis zum Zugang der Kündigung erbrachten Leistungen sowie die innerhalb der folgenden 14 Tage fest vereinbarten Termine; für später vereinbarte Termine gilt Ziffer 9 entsprechend.
10.4 Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für LACOBE insbesondere vor, wenn der Auftraggeber mit zwei aufeinanderfolgenden Zahlungen trotz Mahnung mit angemessener Nachfrist in Verzug ist.
10.5 Kündigungen bedürfen der Textform.
11. Höhere Gewalt
11.1 Kann eine Partei ihre Leistung aufgrund höherer Gewalt nicht erbringen, etwa wegen Unwetter, Streik, Epidemien, behördlicher Anordnungen oder vergleichbarer Ereignisse, die sie nicht zu vertreten hat, ist sie für deren Dauer von ihren Leistungspflichten befreit. Die Parteien vereinbaren in diesem Fall einen Ersatztermin oder eine Durchführung nach Ziffer 3.6.
11.2 Dauert das Hindernis länger als drei Monate, können beide Parteien vom betroffenen Teil des Vertrags zurücktreten. Bereits erbrachte Leistungen werden vergütet, darüber hinaus gezahlte Beträge erstattet. Weitergehende Ansprüche bestehen insoweit nicht; Ziffer 13 bleibt unberührt.
12. Nutzungsrechte
12.1 Alle von LACOBE erstellten Unterlagen, Konzepte, Präsentationen, Arbeitsblätter und Videos sind urheberrechtlich geschützt. Der Auftraggeber erhält mit vollständiger Zahlung ein einfaches, zeitlich unbegrenztes, nicht übertragbares Recht, diese Materialien für interne Zwecke im eigenen Unternehmen zu nutzen und an die Teilnehmenden weiterzugeben.
12.2 Eine Weitergabe an Dritte, eine Veröffentlichung oder eine Nutzung für eigene Schulungen ohne Beteiligung von LACOBE bedarf der vorherigen Zustimmung von LACOBE in Textform.
12.3 Arbeitsergebnisse, die die Teilnehmenden in Workshops selbst erarbeiten, etwa Leitbilder oder Fotoprotokolle, stehen dem Auftraggeber uneingeschränkt zur Verfügung. Methoden, Modelle und allgemeines Know-how von LACOBE bleiben davon unberührt.
12.4 LACOBE darf den Auftraggeber nur mit dessen Zustimmung als Referenz nennen.
13. Haftung
13.1 LACOBE haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
13.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet LACOBE begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf.
13.3 Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
13.4 Die vorstehenden Regelungen gelten auch für die Haftung von Mitarbeitenden, Vertretern und Erfüllungsgehilfen von LACOBE.
14. Schlussbestimmungen
14.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
14.2 Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis Hameln. LACOBE ist auch berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Auftraggebers zu klagen.
14.3 Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
14.4 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.